Die aktuelle Weltwirtschaftskrise

Die Wirtschaftskrise, die uns derzeit jeden Tag in den Medien verfolgt, ist nicht das erste Mal in dieser Art aufgetreten. Doch blickt man zurück in die Geschichte, so sieht man die letzte Weltwirtschaftskrise dieser Art im Jahre 1929. Das macht vielen Menschen Angst, denn was nach dieser Krise geschah, ist jedem noch allzu deutlich vor Augen: Der Zweite Weltkrieg begann. Auch wenn das heutige Europa geeint ist, wenn die Eiszeit zwischen Russland und den USA der Vergangenheit angehört, so macht es doch betroffen, was aus einer Krise alles entstehen kann. So bleibt nur zu hoffen, dass sich die damaligen Ereignisse nicht wiederholen.

Der Beginn der Krise

Karte - Weltwirtschaftskrise Begonnen hat die heute vorliegende Krise in den USA, einem immer wieder auftretenden Land in internationalen Zusammenhängen. Nachdem zu Beginn des Jahrtausends die Dotcom-Blase geplatzt war, fuhr das Land eine Niedrigzinspolitik. Diese bewirkte, dass immer mehr Menschen in Immobilien investierten, deren Preise dadurch stetig stiegen. Durch den stets steigenden Preis bei Immobilien entstand auch hier eine große Blase, die alsbald platzte.

Denn mittlerweile wurden die Zinsen wieder angehoben, viele Menschen konnten die Kreditraten nicht mehr bezahlen. Noch mehr Menschen verloren ihre Arbeit und die Banken, die vorher Kredite an Bürger mit geringer Bonität vergaben, blieben nun auf diesen sitzen. Da diese Kredite jedoch weltweit verstreut waren, indem immer wieder Pakete mit solchen Darlehen geschnürt und verkauft wurden, reagierten nicht nur Banken in den USA mit Zahlungsunfähigkeit. Auch sämtliche anderen Länder stürzten mit ein. Anfänglich waren eher kleinere Banken betroffen, so dass die Krise als solche noch nicht eindeutig erkennbar war. Immer häufiger wurden jedoch auch größere Banken getroffen und die Krise als solche begann.

Da die Banken nun eine deutlich verringerte Liquidität aufwiesen, kam es zu Kreditklemmen den Unternehmen gegenüber. Sie erhielten keine Darlehen mehr von den Banken, hatten jedoch das gesamte Geschäftsmodell auf Fremdkapital aufgebaut. Unternehmen wurden in der Folge ebenso zahlungsunfähig und mussten den Betrieb einstellen und Mitarbeiter entlassen.

Da teilweise auch sehr große Betriebe betroffen waren, deren Zusammenbruch den Ruin für viele Staaten bedeutet hätte, haben die Regierungen Konjunkturprogramme aufgelegt. Damit sollten die Unternehmen gerettet werden, die Staaten haben sich dadurch genauso verschuldet und die aktuelle Krise ist entstanden und derzeit in vollem Gange.

Zinssätze und Immobilienpreise für Krise entscheidend

Die geringen Zinssätze, die über Jahre hinweg auf dem Markt herrschten, brachten auch niedrige Renditen mit sich. Anleger versuchten deshalb, nach neuen Anlagestrategien zu suchen, dabei waren Kredite das Mittel der Wahl. Diese bargen jedoch enorme Risiken, die vielfach sehr stark unterschätzt wurden.

Durch die riskanten Geldgeschäfte und dem Abstoßen "schlechter" Kredite wurden diese über die ganze Welt verteilt. Das tatsächliche Risiko wurde einfach unterschätzt, die Profitgier der Investmentbanker wurde selbigen zum Verhängnis. Insbesondere Darlehen für Immobilien wurden vergeben, und zwar auch an Personen mit geringem Einkommen. Der Plan war, die Immobilien gewinnbringend zu versteigern, da klar war, dass die Darlehensnehmer ihren Ratenzahlungen nicht nachkommen konnten. Doch die Versteigerung der Immobilien war bald nicht mehr möglich, da immer weniger Menschen sich ein Eigenheim leisten konnten. Zusätzlich waren die Immobilienpreise gestiegen, wodurch ein Verkauf mit Gewinn eigentlich möglich gewesen wäre. Doch es kam, wie es kommen musste und die weltweite Krise nahm ihren Lauf.

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