Terrorismus zur Kommunikation
Die Menschheit lebt seit einigen Jahren in ständiger Angst und Schrecken. Sobald das Wort Terrorismus fällt, geht der Gedanke zu Anschlägen, wie man sie eigentlich nur aus den Bürgerkriegen dieser Erde kennt. Doch Terrorismus sieht sich selbst als eine Form der Kommunikationsstrategien und nicht als kriegerische Handlungen. Dabei wollen Terroristen mit Anschlägen die Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Sie wollen damit Sympathie oder auch Antipathie erreichen und auf sich und ihre Ziele aufmerksam machen. Dennoch äußert sich der Terrorismus immer wieder in kriegerischen Anschlägen. Trotz allem kann er in verschiedene Arten unterteilt werden:
Terrorismus nach der räumlichen Ausdehnung
Bei dieser Klassifizierung wird unterschieden zwischen dem nationalen Terrorismus, dem internationalen Terrorismus und dem transnationalen Terrorismus. Der nationale Terrorismus beschränkt sich auf einen einzigen Staat, sowohl im Aktionsradius, als auch in der Zielsetzung. Ein bekanntes Beispiel hierfür wäre die RAF in Deutschland.
Der internationale Terrorismus verfolgt Ziele, die für ein bestimmtes Land gelten. Allerdings werden Aktionen dabei auch weit über die Landesgrenzen hinaus geplant. Als Beispiel dafür wäre die philippinische Abu Sayyaf zu nennen.
Beim transnationalen Terrorismus werden weltweite Ziele verfolgt und Aktionen weltweit geplant. Als Ziel gilt häufig eine Neuordnung der gesamten Wirtschafts- und Herrschafts-Ordnung der Welt. Bekanntes und einziges Beispiel hierfür ist Al-Quaida. Häufig wird der transnationale Terrorismus aber auch als internationaler Terrorismus bezeichnet, die Abgrenzung ist nicht immer ganz einfach.
Sozialrevolutionärer Terrorismus
Der sozialrevolutionäre Terrorismus ist meist politisch bedingt. Die Terroristen sind politisch links angesiedelt und versuchten in der Vergangenheit immer wieder, zu Aufständen aufzurufen. In Deutschland war die RAF der bekannteste Part dieses Terrorismus. Allerdings sind die RAF Mitglieder allesamt auf breite Ablehnung gestoßen, ebenso wie die Roten Brigaden in Italien. Generell hatte der sozialrevolutionäre Terrorismus in den westlichen Ländern kaum eine Chance und wurde zunehmend unbedeutender, als der Eiserne Vorhang fiel. In Lateinamerika gab es ähnliche Gruppierungen, aus denen sich die Guerillavereinigungen FARC oder ELN bildeten, um nur einige zu nennen.
Ethnisch-nationalistischer Terrorismus
Bei diesem Terrorismus versuchen die Gruppen, für mehr Autonomie zu kämpfen. Häufig ist das Ziel auch eine Bildung eines eigenen Staates. Typische Beispiele dafür sind die ETA, die PKK, die IRA und die UDA.
Religiöser Terrorismus
Die wichtigsten Ziele beim religiösen Terrorismus sind der Glaube an Gott und die Verteidigung der eigenen Religion gegenüber anderen Glaubensrichtungen. Aber auch die Verbreitung der eigenen Religion ist hierbei entscheidend. Der Islam als Religion hat beispielsweise die Hamas oder die Hisbollah hervorgebracht, ebenfalls Al-Quaida und viele andere Netzwerke, die die religiösen Ziele verfolgen.
Homegrown Terrorism
Diese Form des Terrorismus bedeutet auf gut Deutsch nichts anderes als „hausgemachter Terrorismus“. Gemeint sind dabei Terroristen, die unscheinbar in einem fremden Land aufwachsen und sich erst im Laufe der Zeit verschiedenen terroristischen Netzwerken anschließen. Als eines der bekanntesten Beispiele ist hier London zu nennen. Am 07.07.2005 explodierten drei U-Bahnen und ein Bus, dabei kamen 56 Menschen ums Leben und mehr als 700 wurden verletzt. Die Täter waren in Großbritannien geboren und wuchsen dort auf. Erst später erkannten sie ihre terroristische Ader. Auch Flüge wurde schon mehrmals bedroht - sog. Hijacker übernehmen dabei die Kontrolle über das Flugzeug und stellen folglich Forderungen verschiedenster Art und Weise. Um dies zu verhindern werden, insbesondere in den USA eine Vielzahl von "Air Marshals " eingesetzt - diese beschützen den Flug. Dubai z.B. gilt als besonders sicher.
Ökoterrorismus
Diese Form des Terrorismus beinhaltet ebenfalls strafbare, teils gewalttätige Aktivitäten. Dabei geht es entweder um den Schutz der Umwelt oder um Taten, die mit einem großen Schaden für die Umwelt verbunden sind. Vielleicht ist letzterer nicht einmal gewollt, dennoch entsteht er nicht selten.